
von Dr. med. Franziska Reinhuber
Die Klinik für Neurologie in der Wicker Klinik Bad Homburg feiert ihr 10-jähriges Bestehen. Am 1. Juli 1999 wurden zunächst 40 Betten für die neurologische Rehabilitation eröffnet, inzwischen wurde die Bettenzahl auf 57 Betten erweitert.
Die Wicker Klinik liegt direkt am Kurpark im Herzen Bad Homburgs
und verfügt über insgesamt 340 Betten. Seit mehr als 35 Jahren
besteht die Tradition in der Rehabilitation von Patienten tätig zu
sein. Heute umfasst das Haus neben einer neurologischen Klinik,
eine internistische / rheumatologische Klinik sowie eine
orthopädische Wirbelsäulenklinik.
Zur Aufnahme in die Neurologie kommen Patienten nach Schlaganfällen
und Durchblutungsstörungen des Gehirns, sowie bei degenerativen und
entzündlichen Erkrankungen des zentralen und peripheren
Nervensystems, nach Schädelhirnverletzungen und nach Operationen
des Gehirns und der Wirbelsäule mit neurologischen Ausfällen. Ein
Schwerpunkt ist die Weiterbehandlung von Schlaganfallpatienten in
Zusammenarbeit mit Schlaganfall-Spezialstationen (Stroke Unit) der
Region.
Unter der Leitung von Chefärztin Dr. Franziska Reinhuber findet die Rehabilitation durch ein Team aus vielen Berufsgruppen statt.
In der Klinik arbeiten Fachärzte Hand in Hand zusammen mit Psychologen, klinischen Linguisten, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, mit dem Sozialdienst und dem Pflegedienst. Es wird nach modernsten Methoden der Wissenschaft, sowie mit interdisziplinären Therapiekonzepten gearbeitet. Weiterhin werden auch alle Mitarbeiter bei der ständigen Fort- und Weiterbildung durch das Unternehmen unterstützt.
Das Angebot an Therapien ist vielfältig und reichhaltig.
Individuell auf den Patienten abgestimmte Behandlungsmethoden nach
neuesten Erkenntnissen in der Physiotherapie (Krankengymnastik),
der Ergotherapie und der Logopädie (Sprachtherapie) werden
angewendet. Selbstverständlich verfügt die Klinik auch über eine
neuropsychologische Diagnostik und Betreuung, sowie eine
Sozialberatung. Das gemeinsame Ziel des Teams mit den Patienten und
oft auch den Angehörigen besteht darin, die Wiedereingliederung in
einen möglichst selbstständigen Alltag zu erreichen. Neben den
genannten Einzeltherapien werden dafür auch alltagsorientierte
Therapien wie eine Kochgruppe, eine Einkaufsgruppe und eine
Gedächtnisgruppe angeboten.
Ergänzt werden die Behandlungen durch ein Bewegungsbad (Schwimmbad)
im Haus und physikalische Anwendungen wie Massagen oder
Moorpackungen. - Kann eine komplett selbständige Versorgung im
Alltag voraussichtlich nicht wieder erreicht werden, berät der
hausinterne Sozialdienst zur weiteren Versorgung. Bei Berufstätigen
erfolgt die Beratung in Kooperation mit den
Rentenversicherungsträgern des Bundes oder der Länder zur
Wiedereingliederung in den Beruf.
Durch die zentrale Lage der Klinik mit der Nähe zu Frankfurt/Main können die Patienten überwiegend wohnortnah behandelt werden. Gerade ältere Patienten kommen gerne in Begleitung eines Angehörigen zur Aufnahme. Die unmittelbare Lage am Kurpark mit Zugang zur belebten Fußgängerzone in der Louisenstraße wird aktiv durch unser Haus in der Therapie genutzt - so können unter therapeutischer Anleitung auch Aktivitäten außerhalb der Klinik geübt werden.
Bei Bedarf begleitet die Klinikseelsorge die Patienten unterstützend. Eine Selbsthilfegruppe für Schlaganfallbetroffene trifft sich regelmäßig in der Klinik und eine Gruppe von ehrenamtlich arbeitenden „Grünen Damen“ unterstützt die Patienten mit kleineren Hilfestellungen.
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Aktualisiert am 10.01.2010